Kimchi Fries

Rezept für Kimchi Fries Popdish Foodblog, Gerichte, die knallen,

Kimchi Fries – loaded fries von ihrer koreanischen Seite… und von ihrer scharfen und ihrer vollmundigen und von ihrer leckeren. Kurz und knapp: Kimchi Fries sind einfach geiler Scheiß! Knusprige Pommes + scharfer Kimchi + zartes Rindfleisch + leckere Saucen + ein frisches Topping. Alles übereinandergestapelt. Besser geht’s kaum. Daher meine Empfehlung: Diese Kimchi Fries sind ein absolutes Muss für alle, die einen guten Geschmack haben und auf guten Geschmack stehen! Also, warum noch warten? Ran an den Herd und aufgekocht. Kimchi Fries = große Liebe!

Kimchi Fries habe ich zum ersten Mal gar nicht in Korea, sondern in Neuseeland probiert. In dem kleinen malerischen Studentenstädtchen Dunedin hat es uns in einen koreanischen Laden verschlagen, der diese crossover Pommes-Variation auf der Karte führte. Direkt zugeschlagen und was soll ich sagen: Direkt verliebt!

Hallo, wir sind deine neue Liebe: Kimchi Fries

Denn bei diesem Gericht kommt alles zusammen, was glücklich macht: Knusprige, fettgeschwängerte Fries als Basis. Darauf zartes Rindfleisch, das durch seine fruchtig vollmundige Marinade eine Party im Mund auslöst. Und wenn das allein nicht schon der Knaller wäre, wird das Gericht mit fermentierten, scharfen Kimchi veredelt. Obendrauf gibt’s eine cremige Sesam-Mayo, eine süß-saure Sauce aus Joghurt, Chilipaste und Mirin und wenn das alles nicht schon geil wäre, wird der Teller mit einem frischen Miteinander aus Koriander, Lauchzwiebeln, Röstzwiebeln und Sesam getoppt. Fertig sind die loaded Kimchi Fries… und ohne Übertreibung: Hier kann man von einem grandiosen Geschmacksknaller sprechen… einer pure Geschmacksexplosion – Foodporn von seiner geilsten Seite!

Rezept für Kimchi Fries Popdish Foodblog, Gerichte, die knallen,

Man nehme (für 4 Portionen):

Fleisch

  • 300 g zartes Rindfleisch (Filet, Entrecôte, etc.)
  • ½ Nashi
  • 3 Schalotten
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 EL brauner Zucker
  • 4 EL Sojasauce
  • 2 EL Wasser
  • 1 Stück Ingwer
  • 1 EL Öl zum Anbraten

 

Pommes

  • 800 g vorwiegend festkochende Kartoffeln (bei Hunger auch mehr!)
  • 1 ½ - 2 l Sonnenblumenöl (zum Frittieren)
  • Salz

 

  • 200 g Kimchi (hier geht’s zu meinem Rezept (aber Vorsicht: Das Rezept benötigt einen Vorlauf von mindestens einer Woche)); alternativ geht’s natürlich auch mit einem Fertigprodukt aus dem (Asia-) Supermarkt

 

Sesam-Mayo

  • 6 EL Mayonnaise
  • 2 TL Sesamöl

 

Joghurt-Chili-Sauce

  • 150 g Joghurt (ohne Geschmack)
  • ½ - 1 TL Gochujang (fermentierte koreanische Chilipaste)
  • Etwas Mirin (alternativ Zucker)
  • Salz

 

Topping

  • 1 Handvoll gezupfte Korianderblätter
  • 1 - 2 Lauchzwiebeln
  • 1 EL Röstzwiebeln
  • 1 EL Sesam
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Zubereitung:

  1. Als erstes geht’s ums Fleisch. Dieses in möglichst feine Scheiben schneiden. Dabei darauf achten, quer zur Faser zu schneiden. Dadurch wird die Faserstruktur des Fleischs zerkleinert und das Fleisch wird automatisch zart. Enden von Schalotten und Knoblauch entfernen, grob würfeln. Nashi und Ingwer schälen und ebenfalls grob würfeln. Die vorbereiteten Zutaten zusammen mit braunem Zucker, Soja und Wasser in einen Standmixer/Blender geben und so lange häckseln bis eine feine Paste entstanden ist. Die Paste über das Fleisch geben, gut vermengen und mindestens eine Stunde (besser über Nacht) im Kühlschrank parken.
  2. Danach sind die Kartoffeln für die Pommes dran. Diese werden geschält und in Pommesstifte geschnitten. Hier darf jede(r) die Dicke schneiden, die sie/er möchte. Kartoffeln für eine gute Stunde in kaltem Wasser zwischenparken.
  3. So lange wird sich schon mal um die Saucen gekümmert. Für die Sesam-Mayo einfach eine fertige Mayo mit dem Sesamöl verrühren. Wenn’s ne frische Mayonnaise sein soll, findet ihr hier ein Rezept. Dann aber bitte alle Zitrusnoten weglassen und Säure durch einen Spritzer Essig hinzufügen! Für die Joghurtsauce ebenfalls alle Zutaten verrühren. Mit Mirin (alternativ mit Zucker) und Salz abschmecken. Beide Saucen bis zum Servieren zur Seite stellen.
  4. Kimchi – wenn nötig – in mundgerechte Stücke zerteilen.
  5. Auch das Topping kann schon mal vorbereitet werden. Lauchzwiebeln in feine Ringe schneiden und in einer Schale mit kaltem Wasser wässern. Dadurch verliert sie ihren bissigen Zwiebelgeschmack. Danach den Sesam auf mittlerer Stufe in einer Pfanne leicht anrösten. Lauchzwiebeln abgießen und kurz trocken tupfen. Diese schon mal mit Sesam und Röstzwiebeln mischen. Den Koriander bitte erst kurz vor dem Servieren zupfen. Andernfalls verliert er seine Frische!
  6. Nun wird frittiert: Dafür das Öl in einem Topf oder in der Fritteuse auf ca. 140-150°C erhitzen. Pommes aus dem Wasser nehmen und gründlich mit Küchenkrepp abtupfen. Pommes portionsweise im heißen Öl in einem ersten Schritt garen – ca. 4-5 Minuten. Bei dicken Pommes kann dieser Schritt auch gerne etwas länger dauern. VORSICHT: Gibt man zu viele Pommes auf einmal ins Öl, besteht die Gefahr, dass das Öl überkocht. Daher gilt das alte Sprichwort: Gut Ding will Weile haben. Pommes nach dem ersten Frittieren ca. 15 Minuten auf Küchenkrepp ruhen und abtropfen lassen. Danach das Fett auf ca. 180°C erhitzen.
  7. Die Pommes in einer zweiten Runde finalisieren. So lange im Fettbad schwimmen lassen bis sie goldbraun sind. Raus aus dem Öl, abtropfen lassen und salzen.
  8. Parallel dazu eine Pfanne aufstellen und volle Pulle erhitzen. Etwas Öl rein und das Fleisch mit der Marinade scharf anbraten.
  9. Und schon kann angerichtet werden: Zuerst wandern die Pommes auf die Teller. Darauf gibt man das Fleisch mit Marinade, Kimchi, beide Saucen und am Ende das Topping mit dem frisch gezupften Koriander.
  10. Fertig! Lasst es euch schmecken :)
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Das geht auch:

  • Natürlich kann man statt selbst geschnitzter Pommes ein TK- oder Kühlregal-Fertigprodukt nehmen. Völlig ok… Pro: deutlich schneller; Contra: deutlich teurer.
  • Keinen Bock auf Frittieren? Dann nutzt Backofenpommes. Geht auch – aber leider nur halb so lecker.
  • Euch fehlt das große Geld für das teure Fleisch? Kein Problem – das Rezept lässt sich alternativ auch mit Hackfleisch umsetzen. Wird ein wenig wie Bolognese – aber trotzdem gut. Ausprobieren lohnt sich.
  • Lust auf veggie? Natürlich lässt sich das Rezept auch ohne Probleme mit Tofu oder Seitan umsetzen. Und das Tolle dabei: Beide Produkte einfach 1:1 so behandeln als wäre es Fleisch.
  • Keine Lust auf Fleischersatz-Produkte? Auch da gibt’s ne Lösung. Ich empfehle Shiitakepilze. Diese putzen, Stiel entfernen und scharf anbraten. Dieses Mal würde ich das Marinieren ausfallen lassen. Stattdessen einfach am Ende der Garzeit drei bis vier Esslöffel der Marinade mit in die Pfanne geben und so lange zu Ende ziehen lassen bis die Marinade sich um die Pilze schmiegt.

 

So, ich hoffe ich konnte euch einen fulminant-leckeren Eindruck von meinen Kimchi Fries vermitteln. Das Zeug ist halt einfach gut. Aber was schreibe ich hier? Die beste Erfahrung macht ihr, wenn ihr es direkt ausprobiert. Mein Versprechen: Es wird umwerfend. Denn Kimchi Fries sind pures Glück! Lasst es euch schmecken :)

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